Die sogenannten Magnificent 7 – die sieben größten Tech-Konzerne der USA – verzeichnen seit Jahresbeginn 2025 ein Minus von rund sieben Prozent. Auslöser war der sogenannte DeepSeek-Schock im Januar 2025: Das chinesische KI-Modell DeepSeek sorgte weltweit für Aufsehen, da es mit deutlich geringeren Ressourcen vergleichbare Leistungen wie führende US-amerikanische KI-Modelle erzielte. Dies erschütterte das Vertrauen der Investoren in die bisherigen Marktführer der KI-Branche erheblich.
Für Unternehmen, die auf LLM-basiertes Marketing setzen, bedeutet dieser Wandel eine neue Realität: Die Dominanz einzelner Anbieter wie OpenAI oder Google ist nicht mehr selbstverständlich. Günstigere und leistungsstarke Alternativen wie DeepSeek könnten die Kosten für KI-gestützte Marketinglösungen deutlich senken und den Wettbewerb unter den Anbietern befeuern. Marketingverantwortliche sollten ihre KI-Strategie überdenken und diversifizieren, anstatt sich auf einen einzigen Anbieter zu verlassen.
Im DACH-Raum ist die Relevanz besonders hoch: Viele Unternehmen stehen ohnehin vor der Frage, welche KI-Lösungen datenschutzkonform und kosteneffizient einsetzbar sind. DeepSeek eröffnet hier neue Möglichkeiten, wirft aber gleichzeitig Fragen zu Datensicherheit und regulatorischer Konformität auf – insbesondere im Hinblick auf die DSGVO. Entscheider in Deutschland, Österreich und der Schweiz sollten die Marktentwicklung genau beobachten und frühzeitig handeln.