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Fine-Tuning (Feinabstimmung von KI-Modellen)
Was ist Fine-Tuning?

Fine-Tuning bezeichnet die gezielte Weiterentwicklung eines bereits vortrainierten KI-Modells durch zusätzliche, spezifische Trainingsdaten. Dabei wird ein Foundation Model oder Large Language Model (LLM) auf einen bestimmten Anwendungsbereich angepasst.

 

Wie funktioniert Fine-Tuning?

Ein vortrainiertes Modell der Künstlichen Intelligenz wird mit neuen, spezialisierten Datensätzen weitertrainiert.

Der Ablauf:

  • Auswahl eines geeigneten Basismodells
  • Bereitstellung domänenspezifischer Trainingsdaten
  • Weitertraining des Modells
  • Validierung der Ergebnisse

 

Durch diesen Prozess passt sich das Modell an eine konkrete Aufgabe oder Branche an.

 

Unterschied zwischen Fine-Tuning und Prompt Engineering

Prompt Engineering steuert ein Modell durch gezielte Eingaben, ohne das Modell selbst zu verändern.

Fine-Tuning verändert hingegen die internen Parameter des KI-Systems dauerhaft.

Prompting ist flexibler und schneller einsetzbar.
Fine-Tuning ist sinnvoll bei spezialisierten oder sensiblen Anwendungsfällen.

 

Warum ist Fine-Tuning für Unternehmen relevant?

Fine-Tuning ermöglicht:

  • Branchenspezifische Sprachmodelle
  • Anpassung an interne Terminologie
  • Verbesserung von Genauigkeit
  • Konsistente Tonalität
  • Spezialisierte KI-Anwendungen

 

Unternehmen können so aus allgemeinen KI-Systemen maßgeschneiderte Lösungen entwickeln.

 

Praxisbeispiel

Ein Finanzdienstleister passt ein Large Language Model durch Fine-Tuning an regulatorische Fachbegriffe und interne Richtlinien an.

Das Modell generiert dadurch präzisere Antworten im Compliance-Bereich.

 

Verwandte Begriffe

  • Foundation Model
  • Large Language Model (LLM)
  • Prompt Engineering
  • Few-Shot Learning
  • Retrieval-Augmented Generation (RAG)

 

FAQ

Ist Fine-Tuning teuer?

Der Prozess kann kostenintensiv sein, da zusätzliche Rechenleistung und hochwertige Trainingsdaten benötigt werden.

 

Ersetzt Fine-Tuning RAG?

Nein. Fine-Tuning verändert das Modell dauerhaft, während RAG externe Daten dynamisch einbindet.

 

Ist Fine-Tuning immer notwendig?

Nein. In vielen Fällen reicht strukturiertes Prompt Engineering aus.